Roséwein: Die erfrischende Mitte zwischen Weiß und Rot, nur wie entsteht dieser Wein?

12.06.2024 14:07

Roséwein: Die erfrischende Mitte zwischen Weiß und Rot, nur wie entsteht dieser Wein?

Durch seine rosa- bis lachsfarbenen Nuancen könnte man diesen Wein als eine Mischung aus Weiss- und Rotwein betiteln. Doch ist es wirklich so simpel? Wir klären auf:

Roséweine sind innerhalb der EU bestimmten Regeln unterworfen. So ist es nicht zulässig, Weiss- und Rotwein miteinander zu vermischen, um einen Roséwein zu erzeugen. Auf diese Weise entstehen in Deutschland die sogenannten Rotlinge, eine schon beinahe vom Aussterben bedrohte Gattung in der Weinwelt.

Der weitaus bekanntere Roséwein kann auf die folgenden Arten erzeugt werden:

  1. Direktes Abpressen:

Rotweintrauben geben bei der Pressung ebenfalls einen durchsichtigen Saft ab. Die Farbpigmente sitzen in den Schalen der Beeren. Werden die Trauben nun gepresst, so kommt der Most für eine sehr kurze Zeit in Kontakt mit den Schalen und kann somit etwas Farbe erhalten. Mit dieser Methode werden sehr helle und leichte Roséweine erzeugt. Ein klassisches Beispiel hierfür wäre ein Roséwein aus der Provence in Südfrankreich.

  1. Kurze Mazeration:

Hierbei werden die roten Trauben ebenfalls abgepresst, nur bleibt der Most hier länger im Kontakt mit den Schalen. Man nennt diese Gärmethode (mit der Rotweine erzeugt werden) auch Maischegärung. Die Dauer des Kontakts der Schalen mit dem Saft variiert zwischen wenigen Stunden und 2 Tagen. Entsprechend der gewählten Länge ergibt sich auch ein intensiverer Farbton und ein allgemein kräftigerer Wein. Die aus der intensiven Rebsorte Mourvedre erzeugten Roséweine sind hierfür klassische Vertreter.

In ihrem Aromenspektrum zeigt sich eine große Bandbreite von Zitrusfrüchten, roten Früchten und zarten, floralen Noten bis hin zu dunklen Früchten, wie Brombeeren und steinig-rauchigen Anklängen. So ergibt sich eine große Vielfalt an Stilen, die mit den unterschiedlichsten Speisen kombiniert werden können.

Probieren Sie einmal einen leichten Rosé aus der Provence mit einer Bouillabaisse oder das kräftigere spanische Pendant aus der Navarra-Region in Kombination mit Lammrücken vom Grill mit Rosmarin und Thymian. Sancerre rosé von der Loire ergänzt mit seinen herrlich mineralisch-kargen Nuancen Austern, Krustentiere oder Fisch exzellent.

Entdecken die große aromatische Vielfalt die diese für den Sommer so passende Weinart mit sich bringt. Denn ein guter Rosé kann weitaus mehr, als einfach nur ein Eye-Catcher sein.

In diesem Sinne, zum Wohl!